Montag, 17. November 2025
Außerordentliche Dienstversammlung: Johannes Götz neuer Stellvertreter des Kommandanten

Der neue Stellvertreter des Kommandanten, Johannes Götz (Mitte), mit Bürgermeisterin Anja Gebhardt und Kommandant Sebastian Müller. Foto: Feuerwehr
Kirchehrenbach Die Gemeinde Kirchehrenbach hat einen neuen stellvertretenden Kommandanten. Bürgermeisterin Anja Gebhardt hatte zu einer außerordentlichen Dienstversammlung am Montag geladen. Dabei wurde Gruppenführer Johannes Götz zum neuen Stellvertreter gewählt. Die Wahl war nötig, nachdem der langjährige Amtsinhaber Bernd Gebhard Ende Juli verstorben war.
Die Gemeindechefin begrüßte zu Beginn die Feuerwehrdienstleistenden und dankte für die wichtige ehrenamtliche Tätigkeit das ganze Jahr über. Gründlich und gut überlegt war die Suche eines Nachfolgers – gleichzeitig eine Zäsur: Fast keiner der aktuellen Einsatzkräfte kennt einen anderen stellvertretenden Kommandanten als Bernd Gebhard. Er übte die Funktion 28 Jahre lang aus. Trotz der Einschränkungen aufgrund seiner Krankheit in den letzten Monaten war er da und versuchte seine Funktion bestmöglich auszufüllen. Der überraschende Tod am 27. Juli hat die ganze Feuerwehr „durchgerüttelt“.
Kurz, knapp und eindeutig
Im Wahlausschuss unterstützen 2. Bürgermeister Michael Knörlein und Kreisbrandmeister Jan Gruszka die Gemeindechefin. Eindeutig fiel die Wahl in der kurzen Dienstversammlung aus: Johannes Götz nahm das Ergebnis dankend an. Der künftige stellvertretende Kommandant – Anfang Dezember muss der Gemeinderat die Wahl noch bestätigen– gehört zu den Eigengewächsen: 2004 gehörte er „zur ersten Welle“ in der neugegründeten Kinderfeuerwehr, durchlief anschließend die Jugendfeuerwehr. Nach der Volljährigkeit folgten die Ausbildungen zu Atemschutzgeräteträger und Maschinist.
Vor zweieinhalb Jahren absolvierte Johannes Götz den Gruppenführer-Lehrgang. Anfang dieses Jahres hatte er die Leitung der Maschinistengruppe übernommen.
Aufgaben vielfältig
Kommandant Sebastian Müller ergänzte die Ausführungen der Bürgermeisterin: Die Aufgaben der Feuerwehrleitung, die über 100 Personen (55 Einsatzkräfte, 36 Kinder, elf Jugendliche) umfassende Einrichtung „am Laufen zu halten“, sind vielfältig. Von den Bereichen Personal über Finanzen bis hin zu Abstimmungen mit der Verwaltungsgemeinschaft, anderen Behörden und Organisationen oder der Ausrichtung der Aus- und Fortbildung. Natürlich gehört per Gesetz die Leitung der Einsätze im Gemeindegebiet dazu. Bei Veranstaltungen und Besprechungen muss die gemeindliche Einrichtung repräsentiert werden. „Da kommt jede Woche einiges an Stunden zusammen“ erklärte der Feuerwehrchef.
Option für zwei Stellvertreter
Um in den nächsten Jahren bzw. bei den nächsten Wahlen mit einem „Spielraum“ heranzugehen, wurde dem Gemeinderat vorgeschlagen, die rechtlichen Voraussetzungen für zwei Stellvertreter zu schaffen. Das ist seit knapp zehn Jahren im Bayerischen Feuerwehrgesetz verankert. Mehrere Landkreis-Gemeinden machen davon bereits Gebrauch. Es ermöglicht – unter dem Gesichtspunkt privater und beruflicher Verpflichtungen – die Führungsverantwortung ein Stück weit zu entzerren und Aufgaben anders zu strukturieren. Dem zukunftsweisenden Vorschlag folgte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 3. November einstimmig. Für die aktuelle Wahl musste diese Option noch nicht herangezogen werden.
Für die nötigen Klärungen und Besprechungen im Vorfeld zwischen Gemeinde und Feuerwehr dankte Müller der Bürgermeisterin und ihren beiden Stellvertretern ausdrücklich.
